Diamanten

Die Wahl des richtigen Diamanten

Der Kauf eines Diamanten ist für viele eine neue Erfahrung, die mit fachkundiger Hilfe zu bewältigen ist. Die grundlegenden Qualitätsmerkmale sind nicht kompliziert und können verständlich übermittelt werden.

Um den Wert eines Diamanten einzuschätzen gibt es präzise, international anerkannte Regeln. Die wichtigsten Kriterien definiert man durch die so genannten 4 C: Carat (das Gewicht), Cut (der Schliff), Colour (die Farbe) und Clarity (die Reinheit). Aus diesen „4 C´s” und ihren Kombinationsmöglichkeiten ergibt sich der Preis eines Diamanten.

In den letzten Jahren sind durch den Internetverkauf noch zwei weitere entscheidende Kriterien dazu gekommen, die in unseren Augen besonders beachtet werden sollten, und zwar Certification (Zertifizierung) und Confidence (Vertrauen).

Hier sollten Sie auf die Hilfe von Fachleuten zurückgreifen, um nicht eine böse Überraschung zu erleben. Denn leider ist eine Expertise nicht immer gleich Expertise, da es unterschiedliche Prüflabors gibt, die unterschiedlich streng die Kriterien auslegen.

Carat (Gewicht)

Wie bei allen Edelsteinen wird das Gewicht eines Diamanten in Carat ausgedrückt. Seit der Antike wird als Maßeinheit die Bezeichnung Karat (Carat) verwendet mit der internationalen Abkürzung „ct“.

Ursprünglich war das Karat das Gewicht eines getrockneten Samenkorns des Johannisbrotbaumes (Ceratonia siliqua). Jeder ausgewachsene Samenkern der Schote hat das gleiche Gewicht. Daher wurden diese Samenkörner früher als zuverlässiges Maß für das Gewicht von Gold und Edelsteinen verwendet. Das metrische Karat wurde 1875 nach der Meterkonvention eingeführt.
1 metrisches Karat = 200mg = 0,2 g = 1 ct.

Nicht zu verwechseln ist das Gewicht eines Diamanten mit seiner Größe, die durch die Abmessung des Diamanten und die Schliffgüte maßgeblich beeinflusst wird.

Clarity (Reinheit)

Ein Diamant ist umso reiner und wertvoller, je weniger Einschlüsse er aufweist. Fast alle Diamanten enthalten winzige Spuren nicht kristallisierten Kohlenstoffs, der Substanz, aus der sie bestehen. Die meisten dieser Spuren sind mit bloßem Auge nicht zu erkennen, sie werden nur unter dem Vergrößerungsglas sichtbar. Man bezeichnet sie als Einschlüsse. Sie gelten als die Fingerabdrücke der Natur, die jeden Diamanten zum unverwechselbaren Unikat machen.

Je weniger Einschlüsse ein Diamant hat, um so seltener ist er. Die Reinheit eines Diamanten sagt Ihnen daher, inwieweit er frei von Einschlüssen ist. Für Schmuckdiamanten ist es wichtig, dass Einschlüsse mit bloßem Auge nicht oder nicht sofort erkennbar sind. Wenn Diamanten als Kapitalanlage dienen, so ist ein höherer Reinheitsgrad besonders wichtig, weil diese Steine in der Natur auch wesentlich seltener vorkommen.

International gibt es drei Bewertungssysteme, die den Reinheitsgrad eines Diamanten bestimmen: GIA, CIBJO und IDC. In den beiden letztgenannten Systemen wird ein Diamant ohne innere Einschlüsse als „lupenrein“ bezeichnet, bei GIA als „internally flawless“. Bei nicht lupenreinen Diamanten sind die Begriffe aller Systeme identisch.

Lupenrein: LC, IF, LR

Lupenrein ist nur, wenn der Diamant bei 10-facher Vergrößerung für den geübten Fachmann transparent und frei von Einschlüssen ist. Abkürzungen: LC = Loupe-Clean IF = Internally Flawless
LR = Lupenrein (free of internal characteristics)

Sehr, sehr kleine Einschlüsse: VVS 1, VVS 2
Bei 10-facher Vergrößerung sehr schwer bis schwer zu erkennen
Abkürzung: vvs (very very small inclusions, very very slightly included)

Sehr kleine Einschlüsse: VS 1, VS 2
Bei 10-facher Vergrößerung nicht allzu schwer bis leicht zu erkennen
Abkürzung: vs (very small inclusions, very slightly included)

Kleine Einschlüsse: SI 1, SI 2
Bei 10-facher Vergrößerung sehr leicht zu erkennen
Abkürzung: si (small inclusions, slightly included)

Deutliche Einschlüsse: P 1 (Piqué 1), (imperfect 1, included 1)
Bei 10-facher Vergrößerung sofort sichtbar mit bloßem Auge gerade noch durch das Oberteil zu erkennen beeinträchtigen die Brillanzwirkung nicht

Große Einschlüsse: P 2 (Piqué 2), (imperfect 2, included 2)
Größere und / oder zahlreiche Einschlüsse mit bloßem Auge durch das Oberteil leicht zu erkennen beeinträchtigen die Brillanz etwas

Grobe Einschlüsse: P 3 (Piqué 3), (imperfect 3, included 3)
Große und / oder zahlreiche Einschlüsse mit bloßem Auge sehr leicht zu erkennen beeinträchtigen die Brillanz deutlich

Bei kleinen Diamanten, wenn sie an der Börse in Partien gehandelt werden, wird die Reinheit normalerweise weniger fein abgestuft. Beispielsweise wird statt VS1 oder VS2 nur noch VS angegeben oder sogar nur ein Bereich, z.B. VS-SI. Es ist häufig die Aufgabe des Juweliers oder Goldschmiedes, daraus die passenden geeigneten Qualitäten zu einem Schmuckstück fachgerecht kompetent zu sortieren.

Colour (Farbe)

Laien sind oft überrascht zu hören, dass es Diamanten sogar in allen Regenbogenfarben gibt. Bekannt jedoch ist der Diamant als eher farbloser Edelstein, vom blassen Gelb oder Braun bis zu den sehr seltenen, als „farblos“ bezeichneten Steinen. Ganz selten sind farbige Diamanten, die als „Fancies“ bezeichnet werden. Es gibt bernsteinfarbene, rosa, bläuliche oder gelegentlich grünliche Diamanten

Für die Wertigkeit eines Diamanten gilt im Prinzip: Je farbloser der Stein, desto seltener und wertvoller ist er. Der Anteil der im physikalischen Sinne farblosen Diamanten ist mit 1% der Gesamtfördermenge eine Seltenheit. Die meisten Diamanten besitzen eine mehr oder minder schwache Sättigung von gelblich, grünlich oder bräunlich, und zwar so schwach, dass man noch nicht von einer Phantasiefarbe sprechen kann. Man bezeichnet dies auch als „Gelbreihe“.

Inzwischen werden jedoch die sogenannten Fancy Diamonds oder „Fancies“, Diamanten mit natürlicher, gleichmäßiger Färbung, als noch wertvoller gehandelt. Vor allem intensiv rot und rosa gefärbte Diamanten sind dabei äußerst selten und daher teuer. Der zurzeit teuerste Diamant der Welt, ein pinkfarbener Stein im Smaragdschliff mit einem Gewicht von 24,7 Karat, wurde von einem Diamantenhändler für mehr als 46 Millionen Dollar ersteigert.

Je nach Prüflabor wird die Farbe von Diamanten mit unterschiedlichen Begriffen graduiert. Am wertvollsten sind Diamanten in der Farbe „Hochfeines Weiß +“ (D), gefolgt von „Hochfeines Weiß” (E) und darunter „Feines Weiß +” (F), gefolgt von „Feines Weiß“ (G) usw. (siehe Tabelle).

D,EHochfeines WeißRiver
F,GFeines WeißTop Wesselton
HWeißWesselton
I,JLeicht getöntes WeißTop Crystal
K,LGetöntes WeißCrystal
M,NGetönt 1Top Cape
O,PGetönt 2Cape
Q ,RGetönt 3Light Yellow
S-ZGetönt 4Yellowe

Die alten Bezeichnungen beruhen meistens auf den Fundorten der Diamanten, die Steine mit der Farbe „River“ wurden oftmals in Flüssen gefunden. Die Bezeichnung „Wesselton“ leitet sich ab von einer Farm in Südafrika, die den Gebrüdern Wessel gehörte. „Cape“ bezeichnet die Farbe der Diamanten, die über das Kap der Guten Hoffnung nach Europa kamen.

Cut (Schliff)

Ein ungeschliffener Diamant sieht oft einem Kieselstein so ähnlich, dass ihn in der Regel nur ausgebildete Diamantäre auf Anhieb erkennen können.

Es hängt vom Können des Schleifers ab, das im Diamanten verborgene Feuer zu entfachen. Die Fachkenntnisse, die zur Ausübung dieses unwahrscheinlich schwierigen Berufs erforderlich sind, werden seit Jahrhunderten von Generation zu Generation weitergegeben. Einen Diamanten zu schleifen ist wahrlich eine Kunst, denn der Schleifer kann es sich nicht erlauben, einen Fehler zu machen. Die Schönheit eines geschliffenen Diamanten hängt von seinem Spiel mit dem Licht ab. Der Schleifer muss den Stein so schleifen, dass das Licht durch die Oberfläche dringt, sich im Innern bricht und wieder durch die Tafelfacette austritt. Nur so wird ein Höchstmaß an Licht reflektiert, das den Schliff zur optimalen Brillanz bringt.

Der runde Brillantschliff hat sich mit seinen 57 Facetten in der Praxis am besten bewährt und gilt deshalb in der Regel allgemein als der „Brillant“. Fantasieformen wie Herz, Oval, Tropfen, Navette gelten auch als Brillanten in eben ihren Formen wenn sie ebenfalls die gleiche Facettenanzahl 57 aufweisen.

Weist der Schliff die optimalen Proportionen auf, so erstrahlt der Diamant in schönster Brillanz und bestechendem Feuer. Und so bleibt die Schliffart eines Diamanten weitgehend eine Frage des persönlichen Geschmacks. Die Meister ihres Faches verstehen es, den Diamanten so zu schleifen, dass er ein Maximum des aufgenommenen Lichtes reflektiert.

Wie ein Diamant das Licht beeinflusst:

Der Schliff ermöglicht dem Diamanten den bestmöglichen Gebrauch des Lichts.

  1. Ist ein Diamant in den richtigen Proportionen geschliffen, so wird das Licht von einer zur anderen Facette reflektiert und entweicht direkt oder in Spektralfarben gebrochen aus dem Oberteil zurück zum Betrachter.
  2. Wenn der Schliff zu dick ist, entweicht ein Teil des Lichtes nach unten.
  3. Wenn der Schliff zu flach ist, entweicht das Licht unreflektiert nach unten.

Wir bieten Ihnen zwei weitere „C“s

In den letzten Jahren sind durch den Internetverkauf noch zwei weitere entscheidende Kriterien dazu gekommen, die in unseren Augen besonders beachtet werden sollten, und zwar Certification (Zertifizierung) und Confidence (Vertrauen). Gerade dieses Vertrauen wird durch den zunehmenden Internethandel immer bedeutender und hat sich zu einem sehr wichtigen zusätzlichen Kriterium entwickelt.
Und gerade beim Kauf von losen Diamanten spielt das Vertrauen eine sehr große Rolle, da Sie als Kunde sich auf die Aussagen des Händlers 100% verlassen müssen.

Wir als Familienunternehmen mit einer über 80 jährigen Geschichte sind uns dieser Verantwortung bewusst und bieten die größte Sorgfalt mit Fachwissen und Erfahrung, von der unsere Kunden profitieren. Unser Unternehmen ist kein reines Internetgeschäft, so dass Sie auch die Möglichkeit haben direkt vor Ort mit uns in Verbindung zu treten.

Heinz Bauer ist einer der noch wenigen gelernten Diamantschleifer (von etwa 15 Schleifern in Deutschland), der diesen Beruf von der Pike auf gelernt hat.

Es handelt sich dabei um ein eigenständiges Berufsbild, bei dem die Regelausbildungszeit drei Jahre beträgt. In Deutschland handelt es sich um einen „aussterbenden“ Beruf, da Diamanten aus Kostengründen überwiegend im Ausland geschliffen werden. Meist werden nur noch außergewöhnliche bzw. beschädigte Steine heutzutage noch in Deutschland geschliffen. Weil dieser Berufsstand in Deutschland immer seltener ausgeübt wird, haben wir für Sie die alte komplette Diamantschleiferei im Museum für Uhren, Schmuck und Kunst hier im Hause erhalten. Sie können diese gerne nach Terminabsprache besichtigen. Durch seine langjährige Erfahrung hat Heinz Bauer besondere Beziehungen zu den internationalen Diamantbörsen, so daß wir Ihnen Steine auch immer wieder zu besonders günstigen Preisen anbieten können. Die Auswahl nach sorgfältigen Kriterien unserer Partner garantiert, dass Sie bei uns keine Konfliktdiamanten finden. Zudem betreuen Sie in unserem traditionsreichen Fachunternehmen weitere ausgebildete Diamantfachleute, Matthias Bauer und Frank Schiffke, die Ihnen gerne für weitere Informationen zur Seite stehen.

Der Diamant (griechisch „diaphainein“ durchscheinen und „adamantos“ der Unbezwingbare) ist eine Modifikation des Elementes Kohlenstoff.

Er erreicht auf der Mohshärte-Skala (Skala der relativen Ritzhärte) den Wert 10 und ist damit das härteste natürlich vorkommende Mineral. Die Schleifhärte des Diamanten ist 140 mal größer als die des Korund (Rubin, Saphir) mit einer Mohs-Härte 9 und sogar 1.170 mal größer als die von Bergkristall. Die Härte des Diamanten wirkt jedoch auf seinen einzelnen Kristallflächen aufgrund seiner kristallinen Wuchsstruktur (Atomgitter) unterschiedlich. Nur so ist es möglich, den Diamant mit Diamant zu schleifen, da in dem dazu verwendeten Diamant-Pulver jeder Härtegrad vorkommt.

Der Diamant besitzt ein kubisches Kristallsystem. In reinem Zustand ist er transparent (durchsichtig). Aber oft ist er durch „Verunreinigungen“ in den verschiedensten Farben gefärbt. Durch diese Verunreinigungen und auch durch sogenannte Gittereffekte sind alle Farben möglich: Gelblich, Braun, Rot, Pink, Grün, Gelb, Blau, Schwarz usw.

Außerordentlich selten sind transparente Diamanten mit reinen Farbtönen, wie z.B. Grün, Blau, Purpur, Braun und Gelb. In diesen Fällen, bei Braun und Gelb jedoch nur bei besonders starker Sättigung, spricht man im Handel von „Phantasiefarben“, oder englisch „fancy colours“. Entgegen verbreiteter Meinung ist Schwarz keine Phantasiefarbe sondern entsteht durch eine vollkommene Absorption des Lichtes als Folge zahlloser dunkler Einschlüsse.

Kein Diamant ist übrigens frei von Einschlüssen; es kommt lediglich auf die Vergrößerung an. Die Einschlüsse können mikroskopisch klein oder mit der Lupe und sogar mit dem bloßen Auge erkennbar sein. Meist handelt es sich um Mineraleinschlüsse, z.B. andere kleine Diamanten oder sonstige Materialien, die bei der Entstehung des Diamanten anwesend waren oder zugleich mit ihm gebildet wurden. Risse gelten auch als Einschlüsse und können natürlicher Herkunft sein, wenn Diamantvorkommen z.B. durch geologische Vorgänge mechanisch beansprucht wurden.

Aus Gründen mangelnder Transparenz oder unansehnlicher Farbe eignen sich 75% der Weltförderung nicht zu Schmuckzwecken. Dieser Anteil findet eine ständig zunehmende industrielle Verwendung bei einer Vielzahl von technischen Verfahren. Diese Steine bezeichnet man in Abgrenzung zu Schmuck-Diamanten als Industrie-Diamanten.

Vor mehr als 2.800 Jahren wurden die ersten Diamanten in Indien entdeckt. Die moderne Diamantindustrie hat ihren Ursprung in der Entdeckung der Diamantminen in Südafrika im 19. Jahrhundert.

Heute sind die wichtigsten Diamantförderländer Russland, Kanada, Botswana, Angola, Südafrika, Namibia, Australien. Die Diamantenindustrie ist eine internationale Branche, daher sind Schleifzentren in allen Erdteilen zu finden. Oft liegen die Minen, in denen Diamanten gefördert werden, und die Schleifzentren Tausende von Kilometern auseinander. Die wichtigsten Zentren sind New York, Antwerpen, Tel Aviv und Bombay. Allein in indischen Schleifereien arbeiten mehr als 400.000 Menschen. In Israel werden 25 Prozent der gesamten Exporterlöse von 12.000 Diamantschleifern erzielt.

Auf bisher nicht bekannte Weise kristallisierte der Kohlenstoff vor Milliarden von Jahren unter enormer Hitze und Druck im Schmelztiegel glühender Lava tief im Erdinneren zu Diamanten.

Dieser kristallisierte Kohlenstoff wurde nach oben geschleudert, durchbrach den Erdmantel des Vulkans und kühlte in den Kimberlitschloten an der Erdoberfläche ab. Diese Schlote sind heute die Hauptfundstellen für Diamanten und sind deshalb so selten, weil nur wenige Steine die gefahrenvolle Reise vom Erdinneren zur Oberfläche überstanden haben. Ein ungeschliffener Diamant sieht oft einem Kieselstein so ähnlich, dass ihn die meisten auf Anhieb nicht unterscheiden können. Es hängt vom Können des Schleifers ab, das im Diamanten verborgene Feuer zu entfachen.

Zu berücksichtigen ist auch, dass ca. 75% der zur Zeit geförderten Diamanten für Schmuckzwecke nicht geeignet ist und wiederum davon nur ein geringer Anteil nach dem Schleifen größer ist als ein Streichholzkopf. Die relativ geringen Mengen von Schmuck- und Industriediamanten zu entdecken ist selbst mit moderner Technologie nicht einfach. Im Durchschnitt müssen ca. 250 Tonnen Gestein aus den Kimberlitschloten bearbeitet werden, um einen einzigen Schmuckdiamanten zu gewinnen, der nach dem Schleifen noch ein Gewicht von einem Carat hat.

Der Diamant – Unvergängliches Symbol der Liebe

Seit Menschengedenken werden Blicke vom brillanten Funkeln eines Diamanten geradezu magisch angezogen. Seine unglaubliche Anziehungskraft und Beliebtheit verdankt der „König aller Edelsteine“ einmaligen Werten, die mit ihm unmittelbar in Verbindung stehen: Seltenheit, Geschichte, Berühmtheit, Liebe und – aber vor allem – überragende Schönheit.

Diamanten faszinieren die Menschheit seit Hunderten von Jahren. Man sah nicht nur ihre Seltenheit und Schönheit, sondern sprach ihnen auch magische Kräfte zu. Kein Werkzeug konnte sie schneiden, kein noch so heißes Feuer ihnen etwas anhaben. Ein solcher Stein musste einfach übernatürliche Kräfte haben.

Den Griechen galten Diamanten als Tränen der Götter, den Römern als Sternensplitter. Für die Inder waren es Glücksbringer, die vor Krankheit, Diebstahl und bösen Kräften schützten. Wieder anderen sollte der Diamant Heilkraft und Wissen verleihen. Die Mythen von der Zauberkraft des Diamanten beeinflussten das Bewusstsein der Massen, und die Herrschenden und Reichen strebten nach seinem Besitz. Bis ins 15. Jahrhundert wurden Diamanten als Symbol der Stärke, des Muts und der Unbesiegbarkeit nur von Königen getragen. Im Laufe der letzten Jahrhunderte jedoch wurde der Diamant zum einmaligen Geschenk der Liebe. Unbesiegbarkeit im Sinne immerwährender Liebe. Daher hielten die Griechen das Feuer des Diamanten auch für die unauslöschliche Flamme der Liebe. Die Tradition des Diamanten als Verlobungsring begann am 17. August 1477, als der Erzherzog Maximilian von Österreich seiner Braut, der Prinzessin Maria von Burgund, einen Diamantring schenkte.

Heute feiert man auch andere Gelegenheiten von vergleichbarer Symbolträchtigkeit mit einem Diamantgeschenk: Die Geburt eines Kindes, den Hochzeitstag, Geburtstage und das Erreichen persönlicher Ziele. Mehr denn je macht es Freude, einen Diamanten zu verschenken oder geschenkt zu bekommen, denn heute wissen wir auch die vollkommene und dabei einzigartige Natürlichkeit eines Diamanten zu schätzen. All diese Eigenschaften zusammengenommen machen den Diamanten auch zu einem Botschafter der Zukunft, denn ein Diamant ist unvergänglich. Bis ein Diamant die Hand einer Frau schmückt, hatte er im Umgang mit den verschiedenen Arbeitsstufen Kontakt mit mehreren hundert Personen, oft in mehreren Kontinenten.

Während manche Diamantliebhaber sich an den losen ungefassten Diamanten erfreuen und diese als langfristige Wertsicherung deponieren, werden jedoch die meisten der Könige der Edelsteine von Juwelieren oder Goldschmieden in Edelmetalle wie Gold oder Platin in die vollendeste Form eines Schmuckstückes optimal gefasst und so findet auch hier vorerst der Diamant das glorreiche Ende seiner faszinierenden Reise, die vermutlich schon vor den Anfängen allen Lebens auf unserer Erde mit einer der schönsten und wertvollsten Laune der Natur begonnen hatte.

Diamant – Gutachter, Goldschmiede­meister, geprüfter Edelsteine­fachmann (DGemG), Diamantschleifer

Sie besitzen Edelsteine, deren Wert Sie nicht kennen? Sie möchten wissen, ob es sich um einen echten Diamanten in Ihrem Ring handelt? Sie benötigen den derzeitigen Wert Ihres Schmucks?

Echtheits- und Qualitätsprüfung
Die zuverlässige Echtheits- und Qualitätsprüfung von Schmuck, Edelsteinen und Diamanten sowie die Erstellung entsprechender Gutachten und Expertisen werden garantiert durch:

  • ein umfangreich ausgestattetes Sachverständigenlabor mit gemmologischen Geräten wie z.B. Polariskop, Refraktometer, Spektroskop, Mikrospkop u.a.
  • Zusatzqualifikationen als Edelsteinfachmann, Diamantgutachter und Diamantschleifer
  • fachliche und gutachterliche Fortbildungen

Schmuckbewertungen
Für Kompetenz und Seriosität bei der zweckbezogenen Bewertung Ihrer Schmuckstücke steht eine langjährige Berufs- und Branchenerfahrung, so z.B.

  • in Nachlassangelegenheiten
  • für Ihre Versicherungsunterlagen
  • bei An- oder Verkaufsabsicht

Auf Wunsch erhalten Sie eine schriftliche Expertise mit Abbildung und detaillierten Wertangaben – z.B zur Vorlage bei Ihrer Versicherung, oder bei Erbsachen über den Erbschaftssteuerwert für das Finanzamt oder zu Aufteilungszwecken im verwandten Kreis.

Besuchen Sie uns oder vereinbaren Sie einen Termin. Wir freuen uns auf Sie!

Diamant als Kapitalanlage?

Der Wertanlage-Aspekt ist beim Diamanten zwar wohl nicht der ausschlaggebende Grund für seine herausragende Stellung innerhalb der Familie der Edelsteine, aber dennoch ein ganz wichtiges Kriterium unter all den anderen Superlativen, die der Diamant aufzuweisen hat. Wer sich mit dem Gedanken trägt in Diamanten zur Sicherung seines Vermögens zu investieren, sollte sich mit damit sorgfältig auseinander setzen und seine Bedürfnisse und Absichten genau untersuchen.

Diamanten mit einer erstklassigen, international gültigen Expertise (wie z.B. von GIA, HRD) sind weltweit anerkannt. Nicht umsonst bezeichnet man Diamanten als die „härteste Währung der Welt“. Statistisch hat sich der Diamantpreis in den vergangenen 25 Jahren stetig nach oben entwickelt. Die konjunkturell bedingten wirtschaftlichen Schwankungen haben den Wert eines Diamanten nie nachhaltig mindern können.

Selbst die emotionsloseste und objektivste Betrachtung dieses Themas kann folgende Punkte einfach nicht übersehen:

Seit 2500 Jahre ist dem Diamanten die besondere Eigenschaft als Wertsicherungsmittel erhalten geblieben

  • Der Diamant bietet höchste Wertkonzentration in kleinster Form
  • Der Diamant war in Krisenzeiten schon immer wertgesicherte Ersatzwährung
  • Kein anderer Wertträger ist leichter zu verstecken und bietet die größten Vorteile an Mobilität und Anonymität des Erwerbers als der Diamant

Zwölf der berühmtesten Diamanten der Welt

Seit Beginn der Geschichtsschreibung hat es viele berühmte Diamanten gegeben. Über die zwölf wohl bekanntesten Steine erhalten Sie hier nachfolgend einen kurzen Überblick:

1) Der Koh-I-Noor (Berg des Lichts)

wurde zum ersten Mal im Jahre 1304 erwähnt. Er wog 186 Carat und war in ovaler Form geschliffen. Der Legende nach war er im berühmten Pfauenthron des Schahs Jahan in Form eines der beiden Pfauenaugen gefasst.

Wegen der fehlenden Brillanz des Diamanten wurde beschlossen, den Stein nachzuschleifen um dessen Brillanz zu verbessern. Der Koh-I-Noor wurde von 186 Carat zu seiner gegenwärtigen Größe von 105,602 Carat heruntergeschliffen. 1936 wurde der Diamant in die Krone der neuen Königin Elisabeth, Gattin des Königs Gerorge VI., eingesetzt.

2) Der Cullinan

ist der größte bisher entdeckte Diamant. Sein Rohgewicht betrug 3.106 Carat , was ca. 680 Gramm entsprach. Er wurde in neun große und 96 kleinere Diamanten gespalten und geschliffen. Der farblose, wasserklare Diamant wurde am 26. Januar 1905 in der berühmten Premier Mine in Südafrika – 40 km östlich von Pretoria – entdeckt.

3) Der Stern von Afrika

ist der größte aus dem Cullinan geschliffene Stein und heute ebenfalls ein Bestandteil der britischen Kronjuwelen. Er wiegt 530,20 Carat und hat 74 Facetten. Er gilt als der bisher größte geschliffene Diamant der Welt und wird auch Cullinan I genannt.

4) Der Excelsior

ist der zweitgrößte bisher gefundene Diamant. Sein Rohgewicht betrug 995,2 Carat. Ein angeblich in Brasilien gefundener Diamant, der als „Braganza“ bezeichnet wurde, soll noch größer gewesen sein. Es gibt allerdings dafür keine eindeutigen Beweise.

5) Der Grossmogul

wurde im 17. Jahrhundert entdeckt. Er wurde nach dem Erbauer des Taj Mahal, Schah Jahan, benannt und soll als Rohdiamant ein Gewicht von 793 Carat gehabt haben. Leider ist über seinen jetzigen Verbleib nichts bekannt.

6) Der Orlow

soll bei seiner Entdeckung ungefähr 300 Carat auf die Waage gebracht haben. Er ist heute im Diamantmuseum der UdSSR in Moskau ausgestellt. Der Sage nach war er einst das Auge eines Gottes im Tempel von Srirangam. Ein französischer Soldat, der sich als Hindu-Schüler ausgab, soll ihn gestohlen und verkauft haben.

7) Das Auge Gottes

ist ein abgeflachter, tropfenförmiger Stein von der Größe eines Bantameies. Geschliffen wiegt er 70,20 Carat. Auch er gehört zu den Diamanten, die einst als Auge Gottes dienten, bevor sie gestohlen wurden. Die Legende berichtet, dass der Scheich von Kaschmir diesen Stein als Lösegeld für die Prinzessin Raschita dem türkischen Sultan gegeben habe.

8) Der Regent

ist ein wirklich historischer Diamant, der 1701 durch einen indischen Sklaven in der Nähe von Golconda entdeckt wurde. Sein Rohgewicht betrug 410 Carat. Der englische Premierminister William Pitt, in dessen Besitz der Stein einst war, ließ ihn in eine rechteckige Form schleifen. Sein Gewicht beträgt 140,50 Carat. Bis zu seinem Verkauf an den Herzog von Orleans, Regent von Frankreich, im Jahre 1717 wurde er „Pitt“ genannt. Danach erhielt er den Namen „Regent“ und wurde in die Königskrone zur Krönung Ludwigs XV. eingesetzt. Nach der Französischen Revolution kam der Diamant in der Besitz Napoleons, der ihn im Knauf seines Schwertes trug. Heute ist er im Louvre zu besichtigen.

9) Der Hope

ist der berühmteste und berüchtigste aller Diamanten. Er gehörte einst zum Besitz Ludwigs XIV. und wurde damals als der „Große Blaue Diamant der Krone“ bezeichnet. Während der Französischen Revolution verschwand er und tauchte erst 1830 in London wieder auf. Nachdem er von Henry Philip Hope erworben wurde, erhielt er dessen Namen. Zu seinem Ruf, nur Unglück zu bringen, kam er, als er im Besitz der Hopes war. Alle Mitglieder der Familie starben in Armut. Auch seinem späteren Besitzer, Eduard McLean, erging es nicht besser. Heute ist der Hope eine der Attraktionen im Smithsonian, Institution in Washington.

10) Der Sancy

wiegt 55 Carat und ist in Tropfenform geschliffen. Er gehörte zuerst Karl dem Kühnen, Herzog von Burgund, der ihn während einer Schlacht im Jahre 1477 verlor. Der Stein wurde nach seinem späteren Besitzer, Seigneur de Sancy, einem französischen Botschafter am Hofe des türkischen Sultans im späten 16. Jahrhundert, benannt. Der Botschafter lieh den Sancy dem französischen König Heinrich III., der ihn in einer Kopfbedeckung, die seine Kahlköpfigkeit verbergen sollte, trug. Auch sein Nachfolger, Heinrich IV., lieh sich den Stein von Sancy aus, bis er 1664 an Jakob I. von England verkauft wurde. 1688 kam er im Fluchtgepäck des Stuart-Königs Jakob II. nach Paris zurück. Seit der Französischen Revolution gilt er als verschollen.

11) Taylor-Burton

Dieser tropfenförmige Diamant von 62,42 Carat wurde 1969 bei einer Auktion mit der Auflage versteigert, den Namen seines künftigen Besitzers zu tragen. Cartier in New York erhielt den Zuschlag und gab ihm sofort den Namen „Cartier“. Am darauffolgenden Tag erwarb Richard Burton den Stein zu einem geheimgehaltenen Preis für Elizabeth Taylor und nannte ihn „Taylor-Burton“. Auf einem Wohltätigkeitsball Mitte November trug Elizabeth Taylor den „Taylor-Burton“ als Anhänger und stellte ihn der Öffentlichkeit vor. 1978 verkündete sie, dass sie den Diamanten verkaufen wolle und einen Teil des Erlöses für den Bau eines Krankenhauses in Botswanan zu spenden gedenke. Potentielle Käufer mußten bereits 2.500 $ zahlen, um den Stein besichtigen zu können. Der Diamant wurde 1979 für ungefähr 3 Mio. $ verkauft und soll sich zuletzt in Saudi-Arabien befunden haben.

12) Hortensia

Dieser pfirsichfarbene Diamant von 20 Carat wurde nach Hortense de Beauharnais, der Königin von Holland, einer Tochter Josephines und Stieftochter Napoleon Bonapartes, benannt. Er ist seit seinem Erwerb durch Ludwig XIV. Teil der französische Kronjuwelen und wird heute zusammen mit dem REGENT im Louvre ausgestellt.

Das Reinigungsbad

Bereiten Sie eine kleine Schüssel mit einem warmen Sud aus einem milden Reinigungsmittel vor. Bürsten Sie darin Ihren Diamantschmuck vorsichtig mit einer Zahnbürste ab, und legen Sie ihn anschließend in ein Sieb. Nun spülen Sie die Schmuckstücke unter dem Warmwasserhahn und tupfen sie anschließend mit einem weichen, flusenfreien Tuch ab.

Einweichen in kaltem Wasser

Füllen Sie eine Tasse zur einen Hälfte mit kaltem Wasser und zur anderen Hälfte mit Ammoniak, und lassen Sie Ihr reines Diamantenschmuckstück eine halbe Stunde darin liegen. Nach dem Herausnehmen bürsten Sie den Diamanten sanft mit einer kleinen Bürste an der Ober- und Unterseite der Fassung. Schwenken Sie dann das Schmuckstück noch einmal in der Lösung, und lassen Sie es auf Küchenkrepp abtropfen. Nicht mehr spülen.

Die Eintauchmethode

Kaufen Sie bei Ihrem Juwelier ein Markenreinigungsmittel speziell für Schmuck und nehmen Sie die Säuberung nach Anleitung vor.

Vermeiden Sie, Diamantschmuck mit Chlorreinigern in Berührung zu bringen, Sie schaden zwar dem Diamanten nicht, können aber die Fassung angreifen oder verfärben. Ob man Diamantschmuck auch bei Gartenarbeit oder beim Sport tragen kann, hängt ausschließlich vom Design ab. Obwohl Diamanten extrem hart sind, können sie durch einen harten Schlag (meistens an der ungeschützten Rondiste) in Spaltrichtung zerspringen.

Achten Sie darauf, dass Ihr Diamantschmuck in Ihrer Schmuckkassette oder in der Schublade nicht mit anderen Schmuckstücken in direkte Berührung kommt, denn Diamanten können andere Diamanten oder Edelsteine zerkratzen.

Lassen Sie Ihren Diamantschmuck mindestens einmal im Jahr vom Juwelier überprüfen und reinigen. Er kontrolliert die Fassung und bringt die Diamanten wieder zum Funkeln.