Gold – die Farbe der Sonne

Edle Materialien wie Gold haben die Menschen schon vor Jahrhunderten fasziniert. Und auch heute hat dieses kostbare Natur­produkt nichts von seinem mystischen Charme verloren. Vom Kultgegenstand und als Totenbeigabe über Zahlungsmittel bis hin zum Mordmotiv hat Gold eine bewegte Geschichte hinter sich.

Die hervorstechendsten Eigenschaften des reinen Goldes sind seine gelbrote Farbe, sein hoher Glanz, seine gute Polierfähigkeit und seine außergewöhnliche Dehnbarkeit. Gold läßt sich zu Folien von nur 0,000125 mm Stärke schlagen. Dieses leicht durchscheinende „Blattgold“ hat eine bläulichgrüne Farbe. Aus 1 g Gold läßt sich ein 3 km langer Draht von 0,006 mm Durchmesser ziehen. Ursache der großen Dehnbarkeit ist u.a. die geringe Härte des Goldes. Gold gehört zu den spezifisch schwersten Metallen. Sein Schmelzpunkt (1063°) liegt zwischen dem des Silbers und des Kupfers. Beim Schmelzen dehnt sich Gold stark aus. Seine große elektrische Leitfähigkeit und Wärme­leit­fähigkeit entsprechen etwa 70% von der des Silbers.

Wegen seiner geringen Härte wird Gold fast ausschließlich in legierter Form verwendet. Weitere Gründe für das Legieren des Goldes sind die Veränderung von Farbe, Schmelzpunkt, Dichte, Zugfestigkeit und Preis. Die wichtigsten Legierungs­partner des Goldes sind Kupfer und Silber bei den Farbgolden sowie Palladium bei den Weißgolden.

Der Feingehalt einer Metall-Legierung (Mischung) wird immer im Verhältnis 1:1000 angegeben. Im Ausland sind auch Angaben im Verhältnis 1:24 üblich (Karat).

LEGIERUNGEN

LegierungenDer Feingehalt (333/000; 585/000; 750/000; 990/000; etc.) gibt an, wie groß der Gewichtsanteil des Feingoldes am Gesamtgewicht ist.

Wir empfehlen stets eine hochwertige Legierung, d.h. bei Gold mindestens 585/000, besser noch 750/000, um auch eventuellen zukünftigen Allergieproblemen entgegen zu wirken und eine optimale Farbe zu gewährleisten. Denn mit zunehmendem Goldgehalt nähert sich die Ringfarbe dem warmen Farbton des reinen Goldes. Zu dem ist der Abrieb bei 750/000 geringer, so dass im Laufe der Jahre ein geringerer Gewichtsverlust entsteht als bei 585/000 oder 333/000.

750/000-Legierungen haben international für die Schmuckfertigung die größte Bedeutung. Durch den hohen Goldanteil ist Gold 750/- chemisch fast so beständig wie Feingold und läßt sich wie dieses nur in Königswasser lösen. Die Polierbarkeit, Härte und Zugfestigkeit sind ausgezeichnet. Bei einigen Herstellern ist durch besondere Kaltwalzverfahren und neue Fertigungstechniken 750/000 Gold die härteste Legierung.

Gold 585/000-Legierungen sind in Farbe und Glanz den Gold 750/000 Legierungen etwa gleichzusetzen. Ihr Vorteil liegt in der geringeren Dichte, die sich zusammen mit dem geringeren Goldgehalt preisgünstig auswirkt.

Die sich hartnäckig haltende Meinung, 333/000 Gold sei besonders haltbar und kratzfest, ist nicht richtig. Eher das Gegenteil ist der Fall, da diese Legierung dazu neigt, im Laufe der Jahre porös und brüchig zu werden.
Da 333/000 Gold einen hohen Kupferanteil hat, läuft es leicht an, färbt auf der Haut ab und kann Allergien hervorrufen.