Perlen

Kein Juwel hat die Menschheit seit Jahrtausenden so fasziniert und bezaubert wie die Perle.

Sie ist uralt und jung zugleich. Unter Einsatz ihres Lebens tauchten Perlentaucher einst zu Muschelbänken in die Tiefe des Meeres hinab. Doch nur sehr wenige Austern enthielten eine Perle, die in Form, Farbe, Lüster und Größe ein Juwel war.

Mit der Entdeckung in Japan, „wie man Perlen züchten kann“ und nach jahrelangen Experimenten begann weltweit ein unvorstellbarer Siegeszug der „Juwelen des Meeres“. Es gab nun Perlen in allen Preislagen. Sie waren nicht nur wenigen Auserwählten vorbehalten, sondern auch für viele Frauen eine realisierbare Traumerfüllung. Durch unsere sehr guten internationalen Verbindungen zu der Perlenindustrie ist es uns möglich, Perlen äußerst günstig anzubieten.

Selbstverständlich können wir im Hause Perlen-Creationen (Colliers, Armbänder, Ohrringe, Ringe, Broschen) individuell anfertigen. Auch passende Schließen und Zwischenteile halten wir ebenfalls in großer Auswahl für Sie bereit.

Die heute am weitesten verbreiteten Zuchtperlen sind die japanischen Akoya-Perlen. Ihr Durchmesser beträgt zwei bis zehn Millimeter. Als die „Königinnen der Perlen“ gelten die Südsee-Zuchtperlen, welche vorwiegend an der Nordwestküste Australiens, der Philippinen und Indonesiens gezüchtet werden. Wegen ihrer Größe von 10 bis 20 Millimeter Durchmesser sind sie besonders wertvoll.

Die größte Perle, die je gefunden wurde, stammt von der Küste Australiens und brachte satte 264 Gramm auf die Waage.

Süßwasser-Perlen wachsen weltweit in Flüssen und Seen. Sie werden zu größeren Stückzahlen angebaut und sind weniger einheitlich und rund in der Formgebung. Diese Perlen sind deshalb schon zu einem wesentlich günstigeren Preis zu haben.

Von unfassbarer Schönheit und Pracht

Südsee – Perlen gelten als „Königinnen der Perlen“ und „Perlen der Königinnen“. Strikt gesehen sind auch Tahiti-Perlen Südsee-Perlen. Jedoch bezeichnet man mit dem Wort normalerweise die weißen bis grauen Zuchtperlen der nördlichen Gewässern Australiens, der Philippinen oder Indonesiens.

Dank ihrer Seltenheit und ihrer außergewöhnlichen Größe von 8 bis 22 mm sind sie äußerst kostbar. Man findet sie überwiegend in runden und barocken Formen. Farben von Weiß über Gold bis Silberblau wetteifern um die Gunst höchster Ansprüche. Die qualitativ besten Südsee Perlen kommen fast ausschließlich aus Australien. Die indonesischen und philippinischen Perlen haben meist eine Cremetonfarbe.

Dunkel, geheimnisvoll und verführerisch

Sie spiegeln die mystische Tiefe des Meeres wider und reflektieren das Licht wie in einem dunklen Regenbogen: Tahiti- Perlen. Die meisten schenken uns die Atolle und smaragdgrünen Lagunen des Südpazifiks (Französisch Polynesien). Eher tropfenförmig als rund liegen ihre Größen zwischen 8 und 19 mm. Sie können schwarz, dunkel oder silbergrau sein. Der seltenste Farbton ist schwarzgrün- einer Pfauenfeder gleich.

Die in allen Regenbogenfarben schimmernden Tahiti-Perlen sind am teuersten. Danach kommen die intensive grün-schwarz, dann kommen die Grautöne und schließlich die gelben Farben. Diese Perlen bedürfen keiner künstlichen Aufbesserung; deswegen werden sie auch als „Königin der Perlen“ geschätzt.

Klassiker mit betörendem Lüster

Akoya, die Klassische unter den Zuchtperlen. Ein Reigen zauberhafter Schöpfungen, mehrheitlich rund bis oval, in Größen von 2 bis 10 mm. Gezüchtet im Südwesten Japans oder in China. Sie begeistern das Auge mit einem Farbenspiel von hellem Weißrosé über zart Creme bis Silberblau. Ihr Lüster ist eine Liebeserklärung an jede Frau, die sie trägt.

Diese Salzwasserzuchtperlen waren die allerersten Zuchtperlen, die vor etwa einem Jahrhundert auf den Markt kamen. Bekannt für ihren schimmernden Glanz, wird die Akoyaperle gern zur Halskette verarbeitet.

Formen- und Farbenvielfalt

Anknüpfend an jahrtausendealte Traditionen begann man vor Jahren in China damit, kernlose Süßwasser- Zuchtperlen zu züchten. Mit raffinierten Formen und in Farben des Regenbogens überraschen China- Zuchtperlen mit ungeahnter Vielfalt: Rund oder oval, in schönen Boutons und Tropfen oder barock. Ihre Farbpalette reicht von Weiß über Orange bis Roséviolett.

Süßwasser Zuchtperlen werden in Süßwasser Seen in Südostasien, vorrangig in China, gezüchtet. Es gibt Größen von 2 bis 8 mm, der Durchschnitt liegt jedoch bei 4 bis 5 mm. Als absolut selten gelten Süßwasserperlen (Zuchtperlen) mit einer Größe von über 10 mm und perfekt runde Zuchtperlen mit der höchsten Qualität. Diese sind inzwischen nur noch von Spezialisten von Akoyaperlen (Salzwasser) zu unterscheiden. Solche seltenen Zuchtperlen sind perfekt rund, nahezu makellos und haben einen ausgezeichneten Glanz (Lüster).

Kostbarkeiten aus dem Kasumiga- See

Die Kasumiga- Perle ist eine Süßwasserperle entstanden im sensiblen Zusammenspiel zwischen Mensch und Natur. Sie wird mit rundem und flachem Kern gezüchtet. Ihre Muschel ist eine Kreuzung aus der japanischen und chinesischen Süßwasser-Perlenmuschel. Sie beschenkt uns mit irisierenden Schönheiten in Farben von Zartrosé bis zu einem dunklen Pink.

Der Kasumigaura-See ist der zweitgrößte Binnensee in Japan und befindet sich etwa 80km nordöstlich von Tokio. Der Name Kasumiga-Perle ist markenrechtlich geschützt, jedoch werden diese Perlen auch unter dem Namen Kasumiga-Ura-Zuchtperlen angeboten.

Bizarre Laune der Natur

Kernlose Keshi- Zuchtperlen sind spontane Launen der Natur, die bei der Zucht von Akoya- oder Südsee- Perlen zufällig entstehen. Reizvolle unregelmäßige Formen beleben das Spiel um Aufmerksamkeit. Schmuckdesign, von der Natur eigenwillig und kunstvoll komponiert: Von Silberweiß bis zu einem dunklen Anthrazit wie bei den Tahiti- Keshis in der Abbildung.

Da der implantierte Kern von der Muschel abgestoßen wurde, besteht die Keshi Perle zu 100% aus Perlmutt. Die Tatsache, dass die Keshi Perle ganz aus Perlmutt besteht, erlaubt dennoch nicht, sie als Naturperle zu klassifizieren. Das liegt daran, dass die Keshi Perle ein Zufallsprodukt ist und kein natürliches Ereignis.

Heute sind Keshi Perlen sehr viel seltener als früher. Die Perlenfarmen, die Tahiti und Südseeperlen kultivieren, röntgen ihre Austern heutzutage, um festzustellen, ob die Auster den Kern abgestoßen hat oder nicht. Wenn eine kernlose Auster dabei gefunden wird, wird erneut ein Kern implantiert, bevor die Keshi Perle Zeit genug hat, zu wachsen. Diese Praxis macht die Keshi Perle zu seltenen Funden.

Perlen sind wunderbare, kostbare Geschöpfe der Natur, und damit Sie lange Freude an Ihren Perlen haben, möchten wir Ihnen ein paar Pflegetipps geben:

Getrennt aufbewahren

Perlen sollten in einem weichen Stoff oder Schmuckkästchen getrennt von anderen Schmuckstücken aufbewahrt werden, um zu verhindern, dass die Oberfläche eventuell zerkratzt wird.

Für Hautkontakt sorgen

Das Tragen der Perlen auf der Haut ist ein klares Plus. Sie erhalten so die nötige Feuchtigkeit, damit ihr Lüster voll zur Geltung kommt. Längere Zeit der Sonne aussetzen (Sonnenbad) sollten Sie jedoch meiden, da dies zum Austrocknen der äußeren Perlschicht führen kann und ein Mattwerden oder Verfärbung zur Folge haben könnte.

Chemie meiden

Perlschmuck sollten Sie erst nach dem Schminken und Frisieren anlegen, da der Kontakt der Perlen mit Kosmetikprodukten die Perlen angreifen kann. Dies gilt zum Beispiel für Hautcremes, Deodorants, Parfum, Seife, Shampoo oder Haarfärbemittel. Auch beim täglichen Baden oder Duschen sollten Sie Ihre Perlen nicht tragen, dies gilt auch für Schwimmbadbesuche, da auch dort chemische Substanzen im Wasser enthalten sind.

Sanft reinigen

Nach dem Tragen können Sie mit einem weichen Tuch (wenn nötig etwas in Alkohol getaucht) eventuell vorhanden Schweiß oder Hautpartikel leicht entfernen. Wenn das einmal nicht ausreichen sollte, können Sie die Perlen in lauwarmem Wasser mit milder Seife sanft waschen und anschließend trocken reiben.

Regelmäßig kontrollieren

Einmal jährlich sollte man die Perlen kontrollieren und gegebenenfalls neu aufziehen oder knoten lassen, dies bewahrt sie vor einem eventuellen Verlust.

Service für Perlen

Für Perlen bieten wir Service-Arbeiten jeder Art an, vom Knüpfen der Perlketten bis zur Anfertigung von individuellem Perlschmuck ist alles möglich. Gerne beraten wir Sie in unserem Geschäft individuell.

Jede Perle ist ein Naturprodukt und es gleicht keine hundertprozentig der anderen. Um den Wert zu bestimmen, gibt es deshalb einige objektive Bewertungskriterien. Welchen individuellen Wert eine Perle hat entscheiden Sie natürlich ganz allein für sich.

Größe

Die Größe einer Perle ist das Merkmal, das für jeden Betrachter sofort zu erkennen ist. Für die Größenangabe gilt der mittlere Durchmesser der Perle und dies wird in Millimetern angegeben. Je größer eine Perle ist, desto seltener und damit wertvoller ist sie, wobei alle übrigen Bewertungsfaktoren gleich sein müssen. Es gibt Perlen von wenigen Millimetern bis zu einer Größe von 20 Millimetern.

Form

Auch dieses Merkmal der Zuchtperlen ist gut erkennbar. Das Idealbild einer Perle ist die absolut rund geformte Kugel.
Die vielgestaltigen Formen von unrunden Barockperlen heißen „barock“ und „semi-barock“. Gefragt sind außerdem halbrunde, tropfenförmige, ovale und geringte Perlen sowie Button-Exemplare. Jedoch kommt es auf den Geschmack der jeweiligen Trägerin an, für welche Form sie sich entscheidet.

Lüster

Der „Glanz“ der Perle wird als ihr Lüster bezeichnet. Das Irisieren ist ein optisches Phänomen, wobei ein Objekt je nach Perspektive in anderen Farben erscheint.

Perlen zeigen dieses Spiel von Farben in feinster Verteilung, da die Wölbung ihrer Oberfläche es möglich macht, diese Farben von allen Richtungen aus wahrzunehmen.

Entscheidend für die Lichtreflexionen und -brechungen an der Perloberfläche sind der gleichmäßige Kristallaufbau des Perlmutts und dessen Stärke. Je nach Intensität des reflektierten und gebrochenen Lichts bewertet man den Lüster als exzellent, mittel oder niedrig.

Der Lüster ist der Hauptfaktor zur Bestimmung von Qualität und Wert der Perlen. Je intensiver der Lüster einer Perle, desto wertvoller ist sie. Bei gleich großen Perlen ist dieses Kriterium preisrelevant.

Oberfläche

Die Perle ist ein reines Naturprodukt und daher ist die Oberfläche von Perlen selten makellos, sie weist verschiedene Arten von Wachstumsmerkmalen auf. Diese zeigen sich oft durch Erhebungen oder Vertiefungen. Dies bezeichnet man auch als Reinheit. Je reiner eine Perle ist, desto seltener und teurer ist sie.
Bei der Auswahl einer Perlenkette sind deshalb die Anzahl, Größe und Sichtbarkeit dieser Merkmale zu berücksichtigen. Anhand dieser Merkmale lassen sich deshalb Perlen von „makellos“ bis „sehr deutliche Wachstumsmerkmale“ einteilen.

Farbe

Die Farbe ist für die Bewertung von Perlen nicht ganz so entscheidend. Durch die große Fülle an natürlichen Perlfarben kann man ganz den individuellen Vorlieben oder der Mode folgen und so den eigenen Typ perfekt unterstreichen.

Bei den Akoyaperlen reicht diese Farbpalette von weiß über creme bis zartrosa. Hauptfarben der Südseeperlen sind weiß, silber, rosa und gold. Dunkle Farbtöne zeichnen die so genannten Tahitiperlen aus; ihre Farbpalette reicht von hellgrau, gold, schwarzgrün bis schwarz.

Jede Perle eine Träne

Seit der Antike sind Perlen Schmuckstücke der Könige und Aristokraten und symbolisieren Schönheit, Reichtum und Luxus. Denn so selten wie sie früher waren sind sie doch von Natur aus bereits vollkommen schön und müssen nicht, wie andere Edelsteine, bearbeitet und geschliffen werden. Auch als Brautschmuck hat die Perle eine lange Tradition, die sich seit den Zeiten der Medici bis heute erhalten hat.

Vor geraumer Zeit hatten die Frauen in ihrer schweren Tagearbeit kaum Gelegenheit, täglich ihren Perlschmuck zu tragen. So kam es, dass nur bei besonderen Anlässen wie zu Hochzeiten oder Beerdigungen die wertvolle Perlkette aus dem Schmuckkästchen genommen wurde. Und zu diesen tief greifenden Ereignissen wurden in der Regel Tränen vergossen.

Homer, der Vater der europäischen Dichtkunst, schrieb in seinem großen Epos, der „Odyssee“, folgenden Vers:

Wie Orientperlen werden sie wiederkehren:
die Tränentropfen von Dir vergossen

Obwohl Homer die Tränentropfen mit Orientperlen vergleicht und nicht die Perlen mit Tränen, so hat sich doch aufgrund dieses Verses im Laufe der letzten drei Jahrtausende bei uns ein seltsamer Aberglaube entwickelt.

In Japan z. B. gehören Perlen zum „Muss“ eines jeden Hochzeitsschmuckes, und dort ist die Assoziation von Perlen und Tränen völlig unbekannt; auch in China, Indien, im Orient oder in Afrika würde niemand auf den Gedanken kommen.