Silber

Silber (Ag) wird von lat. Argentum abgeleitet und war der Namensgeber für Argentinien.

Es wird auch „Metall des Mondes“ genannt. Der Schimmer ist in der Tat bei beiden ähnlich. Wie der Mondschein hat auch Silber die Menschen schon immer fasziniert und in seinen Bann gezogen.

Silber ist ein weißes Metall, das alle anderen Metalle an Helligkeit der Farbe, Leitfähigkeit von Wärme und Elektrizität, Polierfähigkeit und Reflexionsvermögen übertrifft. Aus 1 g Silber lässt sich ein Draht von 2000 m Länge ziehen. Diese große Dehnbarkeit, die nur vom Gold übertroffen wird, lässt sich mit der geringen Härte des Silbers, die zwischen der des Kupfers und Goldes liegt und einer Mohshärte von etwa 3 entspricht, erklären.

Mit Sauerstoff reagiert Silber in festem Zustand durch Bildung einer unsichtbaren Schicht von Silberoxid, die nur die Stärke von einem Molekül erreicht und als Schutzschicht wirkt. Die Affinität des Silbers zu Schwefel ist besonders groß.

In Verbindung mit dem in bewohnten Räumen stets spurenweise vorhandenen Schwefelwasserstoff bildet Silber eine Schicht aus Silbersulfid. Dies ist eine der häufigsten Ursachen für das Anlaufen des Silbers.

Da reines Silber für die meisten Anwendungsbereiche zu weich ist, wird es mit anderen Metallen legiert. Silber ist aufgrund seiner hervorragenden physischen Eigenschaften in hohem Masse auch industriell genutzt und nachgefragt (u.a. Fototechnik, Elektrotechnik, Dentalbedarf, Verspiegelungen, Medizintechnik).

Die häufigsten Silberlegierungen sind heute Kupfer-Silber-Legierungen. Sie werden meist mit ihrem Feingehalt an Silber bezeichnet. Die gängigsten Silberlegierungen haben einen Feingehalt von 800/1000, 835/1000, 925/1000 und 935/1000 Teilen Silber.

925/1000-Silber ist nach der britischen Währung Pfund Sterling benannt. Sterlingsilber wird zur Herstellung von Münzen, Schmuck und Besteck verwendet und stellt die wichtigste Legierung mit Silber dar.